Leidenschaft trifft Leidenschaft:
Die 1te des TTC Wolmirstedt spielt Taxi Wolff!
Taxi Wolff feiert 20 Jahre Unternehmensjubiläum
Hohe Spritpreise machen auch Taxiunternehmen zu schaffen. Henrik Wolff führt sein Unternehmen seit 20 Jahren und weiß, was der Branche helfen würde. Volksstimme | 01.04.2026 | Von Gudrun Billowie.
In einem Taxi nach Berlin
Henrik und Ramona Wolff lieben es, Menschen im Taxi zu chauffieren.
Was mit einem zehn Jahre alten Fiat Ducato begann, ist heute ein florierendes Taxiunternehmen. Henrik Wolff ist immer gern Taxi gefahren. Vor 20 Jahren hat er sich entschlossen, sein eigenes Unternehmen zu gründen, einen Kurs absolviert, eine IHK-Prüfung abgelegt und losgelegt. Ausgerechnet am 1. April. „Entweder es wird ein Scherz oder wir bleiben dran.“
Heute "ein florierendes Unternehmen" - dank des tollen Teams!
Es wurde kein Scherz, sondern ein florierendes Unternehmen. Inzwischen sind acht Autos unterwegs, fünf Pkw und drei Kleinbusse. Insgesamt elf Mitarbeiter sind seither rund acht Millionen Kilometer gefahren, etwa 100.000 Kilometer im Jahr. Sie haben Corona und die Ölkrise überstanden, die 2022 mit dem Krieg gegen die Ukraine begann. Und sie behaupten sich auch jetzt, obwohl wegen des Irankrieges die Spritpreise exorbitant gestiegen sind. Wer ein Unternehmen am 1. April startet, muss Humor haben und Henrik Wolff kann über den Anfang tatsächlich lachen. „Wir haben mit einem zehn Jahre alten Fiat Ducato angefangen, den haben wir aus Zwickau geholt und der Heizlüfter war kaputt.“ Sein Sohn habe die ganze Fahrt lang die Scheibe frei gewischt, um die Sicht auf die Straße zu garantieren.
Den Schaden hat Henrik Wolff repariert, das Taxischild auf Auto gesetzt und angefangen. „Damals gab es in Wolmirstedt so gut wie kein Taxigeschäft“, sagt er, „aber der Bedarf war da.“ Und wuchs weiter. Henrik Wolff fuhr zu jeder Tages- und Nachtzeit, doch die Nachfrage stieg. Nach einem Jahr stieg Ehefrau Ramona ebenfalls ins Taxi.
Auf mein Team kann ich mich verlassen und meine Frau ist die gute Seele des Unternehmens!
Ohne Rückhalt der Familie lasse sich ein Taxiunternehmen ohnehin nicht führen, betont Henrik Wolff. Ohne unsere zuverlässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären wir nichts! Die Kunden bestimmen den Arbeitstag, an sieben Tagen der Woche, jeweils 24 Stunden. Auch die Buchführung erfordere Zeit. Urlaub gibt es deshalb im Januar, zwischendurch mal ein Konzertbesuch mit Übernachtung. „Da fahren wir gern mit der Bahn.“
„Meine Frau ist die gute Seele des Unternehmens“, sagt Henrik Wolff, „Ramona zeigt nicht nur Herz, sondern verfügt auch über eine sozialpädagogische Ausbildung.“ Das sei ein großer Pluspunkt im Taxifahrerleben, denn die Menschen auf der Rückbank haben manchmal Schweres zu tragen. „Wir sind oftmals die ersten, die die Ergebnisse eines Blutbildes oder einer CT-Untersuchung erfahren.“ Das lässt Taxifahrer nicht kalt. Henrik Wolff und sein Team begleiten schwer Kranke oft von der Diagnose, über Bestrahlungen, bis zum Ende der Therapie. „Über die Jahre entstehen da Beziehungen.“
Gemeinsam Corona-Pandemie durchgestanden
Krankenfahrten haben das Unternehmen durch die Corona-Pandemie begleitet. „Als durchgestanden Taxi-Unternehmen waren wir systemrelevant“, sagt Henrik Wolff. Alle anderen Geschäftsfelder waren weggefallen, es gab keine Konzerte mehr, keine Urlaubsreisen und damit keine Flughäfen, die Menschen mit dem Taxi erreichen müssten. Familienfeiern wurden abgesagt, Gäste mussten nicht mehr hin- und zurückgefahren werden.
Das war ein herber Einbruch. Fahrzeuge waren bereits gebucht, um Musikfreunde zu Konzerten von Andrea Berg und Roland Kaiser zu bringen. Doch ab März 2020 lief das öffentliche Leben gar nicht mehr, beziehungsweise auf Sparflamme. Henrik Wolff schickte die Mitarbeiter in Kurzarbeit. „Dadurch konnte ich sie im Unternehmen halten.“ Nach der Pandemie waren sie alle wieder gefragt. Zubringerfahrten zu großen Bussen oder Flughäfen werden mit dem Taxi abgedeckt. „Wir fahren oft nach Lübeck und Berlin“, sagt Henrik Wolff, „Urlauber sind alle gut drauf. Sie freuen sich, bevor sie losfahren und sind happy, weil sie vom Flughafen abgeholt werden.“
Nun schlagen hohe Spritpreise ins Kontor. Henrik Wolff musste die Preise anpassen, aber auch die Krankenkassen haben ihre Zuschüsse erhöht. „Wir sind trotzdem an der Grenze. Es würde helfen, wenn die Mehrwert-und CO2-Steuer gesenkt werden.“
Gesundheit zählt!
Beschweren will er sich jedoch nicht. Die Schicksale schwer kranker Menschen, vor allem schwer kranker Kinder, hinterlassen Spuren. Deshalb wünschen sich Henrik und Ramona Wolff für die Zukunft vor allem eins: Gesundheit.
Wir sind stolz!
20 Jahre Taxi Wolff
Unsere kleine Erfolgsgeschichte
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist begleitet von Zweifeln und Risiken - darum bin ich stolz, dass wir Ihnen nach wie vor anspruchsgerecht zur Seite stehen - Ihr Lob und Dank ist uns tagtäglich Motivation!
Was ich am 01.04.2006 mit einem gebrauchten Fiat Ducato begann,
hat sich toll entwickelt. Auf meinen Ford-Fuhrpark kann ich mich seither genauso verlassen, wie auf das Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ihr Henrik Wolff!
Rechtlicher Rahmen
...wie unser Geschäft funktioniert
Das Personenbeförderungsgesetz regelt Ihre und unsere Rechte und Pflichten der Leistungserbringung. Neben Zulassungsbestimmungen und Anforderungen an unsere Qualifikation, setzt es insbesondere auch den Rahmen für Tarifbildung (Kilometerpauschalen etc.) und Versicherung.
Hauptsponsor beim
TTC Wolmirstedt!
Am 28. August 2024 haben wir unseren Jungs und Mädels vom TTC eine besondere Freude gemacht und ihnen feierlich ihre neue Spielbekleidung übergeben.
Für mich eine besondere Ehre und ein Herzensanliegen, das ich die Wolmirstedter Tischtennis-Spieler als Hauptsponsor begleiten und unterstützen darf!
"Ohne mein tolles Team
wäre ich aufgeschmissen"
Überall nehmen die Taxiunternehmen ab, nahezu die Hälfte wurde in Sachsen-Anhalt in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingestellt. [...] Die Taxi-Unternehmen haben landesweit zu kämpfen. In Wolmirstedt dagegen gibt es seit Jahren gleich drei - lohnt sich das?
Taxis nur auf Vorbestellung - Henrik Wolff hält die Stellung!
Volksstimme. Wolmirstedt. 03.09.2024. Von Kristina Reiher.
[…] „Nachts nach der Party spontan ein Taxi antreffen oder aus dem Wolmirstedter Bahnhof kommen und direkt in einen Fahrservice einsteigen - was in Großstädten problemlos möglich ist, geht in ländlichen Gegenden oft nicht. Denn hier funktioniert das Rufen nicht per Handzeichen, sondern nur mit dem Telefon. Einen Taxi-Stand gibt es nicht. [...]
Allerdings - drei Fahrgastbetriebe haben die Wolmirstedter zur Auswahl. Einer davon ist "Taxi Wolff", der seit fast 20 Jahren die Menschen von A nach B fährt. "Die normalen Taxi-Fahrten machen inzwischen nur noch einen kleinen Teil der Arbeit aus. Das meiste sind inzwischen Krankenfahrten", erklärt Inhaber Henrik Wolff. Und die werden Wochen, manchmal Monate im Voraus bestellt. "Wir haben so viel zu tun, uns geht es wirklich gut."
Trotzdem fährt er auch mal Senioren von ihrer Wohnung bis zum Bahnhof, auch wenn es nur ein paar Meter die Straße runter ist. "Das lohnt sich im Grunde nicht, aber man macht es trotzdem, weil die Senioren die Strecke anders nicht schaffen." Gefahren wird aber nicht nur in Wolmirstedt. Mehrmals in der Woche geht es bis nach Berlin. "Wir arbeiten mit vielen Reiseunternehmen zusammen und bringen die Urlauber zum Flughafen." [...]
Mehr Taxis als empfohlen
[...] In einer Petition warnt die Fachvereinigung Personenverkehr Sachsen-Anhalt vor einer Unterversorgung mit Taxis vor allem im ländlichen Raum. […] Von der Stilllegungswelle ist Wolmirstedt nicht betroffen. „Ich habe mit einem Fahrzeug angefangen und habe inzwischen acht Autos", erklärt Wolff.
Trotzdem ist auch er vom Personalmangel betroffen. "Mit dem Mindestlohn brauche ich da gar nicht anfangen, dafür fährt heute niemand mehr." Wer gute Fahrer habe, versuche die mit allen Mitteln zu halten. "Denn der Erfolg eines Taxi-Unternehmens hängt von seinen Mitarbeitern ab und ohne meine tollen Fahrer wäre ich aufgeschmissen." [...]
Stimmen unserer Kunden
Hella
Schulze
"Ein sehr kompetentes freundliches Team hat mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden, gerade wenn es um organisatorische Sachen in Verbindung mit der Krankenkasse ging. Ich freute mich auch immer auf nette Gespräche während der Taxifahrt."
Eckberth Hoffmann
"Werde mindestens 3 Mal in der Woche zur Dialysepraxis nach Magdeburg gefahren ... ich sage immer, wir sind unzertrennlich :) Ich kann mich 100 prozentig auf Hilfe und Unterstützung verlassen und empfehle das Unternehmen gerne weiter."
Die Fahrzeuge der Taxiunternehmen Wolmirstedts rollen beinahe pausenlos. Nur die Taxifahrer werden knapp.
Volksstimme. Wolmirstedt. 24.10.2019. Von Gudrun Billowie.
[…] „Wer mal schnell von einer Party abgeholt werden möchte, ist gut beraten, das vorher anzumelden. Spontan ist meist nicht viel zu machen.“ […] berichtet [auch] Henrik Wolff. […] Er betreibt ein Taxiunternehmen in Wolmirstedt, seit 13 Jahren. Auch seine Autos sind ständig unterwegs. Sein Telefon klingelt mitunter im Minutentakt. Eine Mutter möchte, dass am Wochenende die Kinder von der Kinderparty heimgefahren werden, eine alte Dame wird aus dem Krankenhaus entlassen und bittet um eine Fahrt. Henrik Wolff notiert die Daten sorgfältig, verspricht, zur rechten Zeit werde ein Fahrer vor der Tür stehen.
Die meisten Fahrten seien Krankenfahrten […]. So begleiten Taxifahrer ihre Kunden oft über einen längeren Zeitraum, mitunter über Jahre, zur Dialyse, Bestrahlung oder Chemotherapie. Unterwegs bieten Henrik Wolff […] und die anderen Taxifahrer nicht nur den Platz im Auto an, sondern die Fahrer haben auch ein offenes Ohr. Ein Vertrauensverhältnis wächst, besteht manchmal über Jahre. Oft erleben Taxifahrer, dass es den Menschen guttut, während der Fahrt zu reden, die Sorgen loszulassen, wohlwissend, dass die Kummerworte den Innenraum des Taxis nicht verlassen. [...]
Mehr Fahrer schwer zu finden
Den Zahlen nach sind zumindest in Wolmirstedt und den Ortsteilen genug Privatautos vorhanden. 11.800 Einwohnern stehen 9.150 Fahrzeuge zur Verfügung. Das war vom Landkreis zu erfahren. Trotzdem haben die Taxifahrer gut zu tun. […] „Doch Fahrer zu finden, ist eine Katastrophe“, weiß Henrik Wolff.
So geht es gar nicht anders, [auch der Chef sitzt] selbst ständig im Auto, tagsüber, frühmorgens, spätabends, an Wochenenden, Feiertagen [und hat] mehrere Autos und Fahrer am Start, darunter auch Großraumfahrzeuge für mehrere Personen und Gepäck. Rollatoren können problemlos transportiert werden, das ist besonders für die Krankenfahrten nötig.
Knutschend auf der Rückbank :)
Und dann gibt es ja auch noch die kuriosen Geschichten, die Taxifahrer im Laufe ihres Berufslebens erleben. Erleben sie wenigstens - wie in Filmen oft gezeigt - knutschende Pärchen auf der Rückbank? „Klar“, sagt Henrik Wolff und setzt noch einen drauf. Er lässt sich manchmal selbst mit seiner Frau nach Hause chauffieren, von einem Fest: „Dann knutschen meine Frau und ich auch auf der Rückbank.“
...von Dichtern und Denkern...
Individuelle Glückwünsche von Ingeborg und Werner Bilang
"Taxi Wolff ob früh ob spät
immer zur Verfügung steht.
Zu allen Orten nah und fern,
fährt er alle Leute gern.
Ein gutes Team hat er gefunden -
hier sind König alle Kunden.
Die beste Flotte in der Stadt,
die Wolmirstedt zu bieten hat.
[...]
Taxi Wolff, der ist schlau,
kein Unternehmen ohne Frau.
Seine Mona überall beliebt,
der Taxiflotte Stärkung gibt.
Hilfsbereit, voll Mitgefühl
bringt sie alle an ihr Ziel."
Danke für Ihr Feedback!